Ärztlicher Notdienst (ÄNO)


Das Deutsche Rote Kreuz Kreisverband Mettmann unterstützt seit dem 01.03. bzw. 01.09.1999 den Ärztlichen Notdienst im Kreis. 

Einzugsgebiet ist das Gebiet der Städte Haan (tageweise), Heiligenhaus, Hilden, Langenfeld, Monheim, Velbert und Wülfrath sowie den Stadtteil Hochdahl der Stadt Erkrath und den Stadteil Hitdorf der Stadt Leverkusen (tageweise). Hier werden insgesamt 4, in Spitzenzeiten 5 Ärzte im sog. Sitzdienst eingesetzt (befinden sich in der Anlaufpraxis für Patienten die den Arzt aufsuchen können). Darüber hinaus werden zwei Ärzte (in Spitzenzeiten drei Ärzte) im Fahrdienst eingesetzt, die Hausbesuche machen. 

Diesen Fahrdienst unterstützt das Deutsche Rote Kreuz durch Gestellung zweier Fahrzeuge und "Fahrer", die die Ärzte transportieren, sanitätsdienstlich unterstützen und, falls sich ein Akutfall zum Notfall entwickelt, kompetent Hilfe leisten können. Um auch für diesen Fall gerüstet zu sein, haben die ÄNO-Kräfte des DRK mindestens die Qualifikation des Sanitätshelfers und die Fahrzeuge sind mit Notfallkoffern für Atmung, Kreislauf und Kindernotfälle ausgestattet.

Ein besonderes Augenmerk legt das Deutsche Rote Kreuz auf die soziale Nachbetreuung der Patienten. Hierzu wurde ein Hintergrunddienst installiert, der die Verbindung zwischen dem ÄNO-Fahrdienst und den ehrenamtlichen Helfern des Kreisverbandes darstellt. Wir verfügen über rd. 800 ehrenamtliche Helfer im Kreisverband, deren erster Grundsatz die Menschlichkeit ist. Sie möchten dem Nächsten Hilfe leisten. 

Der ärztliche Notdienst bietet aus unserer Sicht eine hervorragende Gelegenheit, den Hilfsbedürftigen und den Hilfeleister zusammenzuführen. Es ist das klare Ziel des DRK-Kreisverbandes Mettmann, dem Menschen nach dem Maß seiner Not Hilfe zu leisten. Hierzu soll die Dienstleistung des Roten Kreuzes im ärztlichen Notdienst beitragen. 

Beispielhaft wurde dies sofort am ersten ÄNO-Dienstwochenende klar: Eine Frau wurde durch den im Notdienst eingesetzten Arzt versorgt. Der Rotkreuzhelfer erfuhr, dass die Dame wegen eines Krankenhausaufenthaltes ihres Ehemannes - er lag im Sterben - sehr depressiv war. Über unseren Hintergrunddienst wurde der Dame ein Notfallseelsorger vermittelt, der sie besuchte und ihr sehr helfen konnte.

Der Dienst, den der DRK-Kreisverband Mettmann im Ärztlichen Notdienst leistet, geht weit über die ärztliche Tätigkeit und einen reinen Fahrdienst hinaus. Der Dienst wird derzeit von ehrenamtlichen Helfern, hauptamtlichen Kräften und Zivildienstleistenden unseres Kreisverbandes geleistet. Diese Kräfte sind sehr motiviert und die Reaktionen auf die Dienstleistung des Deutschen Roten Kreuzes Kreisverband Mettmann sind durchweg positiv.

Das DRK Haan beteiligt sich mit einigen Fahrern an diesem Projekt des Kreisverbandes Mettmann.